Saiten, Saiten, Saiten

30 04 2010

Was genau verbirgt sich eigentlich hinter den verschiedenen Saitenmaterialien? Hier ein kleiner Überblick:

Nylon/Synthetic gut: Eigentlich muss zwischen diesen beiden Saiten nicht unterschieden werden. Synthetic Gut ist nichts anderes als Nylon. Jedoch überzeugen diese durch einen hochwertigeren Aufbau mehr in puncto Bespielbarkeit. Nichtsdestrotrotz bieten Nylon/Synthetic Gut Saiten heutzutage eine gute Kombination aus Bespielbarkeit und Haltbarkeit. Früher waren Nylon Saiten miserabel, sodass sie sich rein von der Qualität her nur für den Anfängerbereich eigneten. Durch technologischen Fortschritt haben jedoch gerade Nylon/Synthetic  Gut Saiten aufgeholt und sich merklich verbessert.

Naturdarm: Immer noch der Meilenstein was Touch und Bespielbarkeit angeht. Oftmals wird ihr jedoch wenig Beachtung geschenkt, alleine schon wegen des Preises. Naturdarmsaiten sind jedoch gerade für Spieler mit Armproblemen empfehlenswert. Oder einfach für denjenigen Spielertypen, der nur das Beste für sich und seinen Schläger will. Heutzutage sind Naturdarmsaiten vor allem im Hybridbereich (hier als Quersaite) wiederzufinden. Darmsaiten sind jedoch äußerst empfindlich (viele Bespanner können von ihren ganz persönlichen Erfahrungen mit Naturdarm berichten). Dies gilt nicht nur für das Bespannen selbst sondern auch für äußere Einflüsse wie Temperatur oder Feuchtigkeit.

Polyester: eine sehr haltbare Saite mit wenig Power und wenig Touch. Daher gerade bei ATP Spielern beliebt, da sie auch bei langen, harten Spielzeiten haltbar sind. Dies ist nicht für alle Spielertypen von Nöten, jedoch gerade im Bereich WTA/ATP und bei den Hard Hittern beliebt. Diese Spieler sind von der Physis her viel stärker und  austrainierter. Auch lassen sich Polyester Saiten bei Hybridkombinationen vorfinden, oftmals als Längssaite und dann mit weicheren Multifilamenten oder Darmsaiten kombiniert. Hier wird also der Vorteil der Haltbarkeit (Polyester) mit dem Vorteil der Bespielbarkeit (Multifilament/Darm) kombiniert.


Die richtige Saite finden. Aber wie?

26 04 2010

Um die wirklich passende Saite zu finden, bedarf es viel Fingerspitzengefühl. Hier mal ein paar Faktoren, die bei der Auswahl sicherlich hilfreich sein können:

Bespielbarkeit

Was genau macht eine Saite eigentlich spielbar? Manch ein Spielertyp bevorzugt eine harte oder raue Saite, ein anderer vielleicht eher eine weiche Saite, die viel Komfort offenbart. Generell ist eine gute Saite vor allem spielbar, da sie nach dem Ballkontakt schnell in die Ausgangsposition zurückfedert. Ferner beeinflussen vor allem Material, Aufbau und Dicke die Bespielbarkeit einer Tennissaite. Die wohl immer noch am angenehmsten zu spielende Saite ist und bleibt der Naturdarm. Die einzige noch vorhandene Saite, die aus natürlichem Material hergestellt ist. Sie ist die älteste hergestellte Tennissaite, bleibt jedoch, was die Bespielbarkeit angeht weiterhin ein Meilenstein. Jedoch gibt es auch weitere Tennissaiten die  in puncto Bespielbarkeit voll und ganz überzeugen:
Tecnifibre TGV, Astis NXT Competition, Wilson NXT Tour und Völkl Power Fibre.
Klassische Naturdarmsaiten, die sie im Tennis World Sortiment finden: Babolat Tonic, Klip Springer Legend, Pacific  Tournament Pro.

Haltbarkeit
Eigentlich verlangt ein Spieler doch von einer Saite, dass sie alles kann: möglichst viel Komfort bei langer Haltbarkeit, dazu noch spin. Leider gibt es bei der Wahl der Saite einige Faktoren, die sich ausschließen. So geh die Haltbarkeit zumeist auf Kosten der Bespielbarkeit. Dickere Saiten aus härteren Materialien sind zwar haltbarer, dafür jedoch weniger elastisch und nachgiebig. Daher kann eine erste Alternative für einen Spieler, dem eine 1,25mm Saite zu schnell reißt, sein, dass er auf die 1,30mm Variante der gleichen Saite umsteigt. Als ein sehr haltbares Material kann Polyester gesehen werden. Die gängigsten Polyester Saiten in unserem Sortiment: Astis Fire Pro, Babolat Pro Hurricane, Head Sonic Pro, Luxilon Alu Power


Das Vokabular: Schläger und Saiten

24 04 2010

Besaitungshärte: die endgültige Besaitungshärte liegt stets ein wenig unterhalb der bespannten Härte. Dies liegt vor allem an der Saitenentspannung aber auch an der Außentemperatur. Daher kommt es, dass ein Schläger der im Winter mit 27kg bespannt wurde sich nicht gleich anfühlt wie ein Schläger der im Sommer mit 27kg bespannt wird. Andere Faktoren sind die Kopfgröße, die Art der Besaitungsmaschine und natürlich die Art der bespannten Saite.

Elastizität: wird benutzt um die Dehnbarkeit und den Komfort der Saite näher zu beschreiben. Das Saitenbett kehrt nach der Ballberührung (und der damit verbundenen Deformierung) wieder in die Ausgangsposition zurück. Beeinflussende Faktoren sind das Saitenmaterial, der Saitenaufbau, die Dicke und die Härte. Nach einer gewissen Zeit verliert eine Saite an Elastizität und fühlt sich „tot“ an.

Gauge: ist die US Maßeinheit für den Saitendurchmesser. Die meisten Saiten finden sich im Bereich 15-17 Gauge wieder. Je höher die Nummer, desto dünner ist die Saite. Halbe Gauge sind durch den Buchstaben „L“ für „light“ beschrieben. Eine 16L ist also zwischen 16 und 17 L. Dünner Saiten sorgen auf dem Schläger generell für mehr Gefügl, Power und Spin. Dickere überzeugen vor allem durch ihre Haltbarkeit. Leider sind nicht alle Gauge Einheiten bei allen Saitenfirmen gleich. Manche beschreiben mit einen 16 Gauge Saite vielleicht einen Durchmesser von 1,28 mm, bei anderen ist es eine 1,32 mm Saite.

Griffgröße:

USA Europa
4 inch L0
4 1/8 L1
4 1/4 L2
4 3/8 L3
4 1/2 L4
4 5/8 L5

Die Standard-Griffgrößen reichen von L1 bis L5. Hierbei ist es von Spieler zu Spieler unterschiedlich, welchen Griff er bevorzugt. Generell gilt: wenn die Hand um den Griff gelegt ist muss noch so viel Platz zwischen Handballen und den Fingerkuppen sein, dass ein Zeigefinger dazwischen passt.
Man sollte jedoch stets bedenken, dass es einfach ist, einen Griff zu vergrößern als ihn zu verkleinern. Wenn man also bei der Wahl der Griffgröße unsicher ist, sollte man sich für den kleineren entscheiden und den Rest über Overgripbänder regeln.

Kopfgröße: Ist die Größe der bespannten Fläche des Tennisschlägers. Ein größerer Kopf liefert mehr Komfort, ein kleinerer mehr Kontrolle. Die momentane Klassifikation lautet wie folgt:

Kopfgröße In Square Inch In Quadratzentimetern
Midsize 85-92 548-593
Midplus 93-105 594-677
Oversize (OS) 106-115 678-741

Hybridsaite: bezeichnet die Kombination von zwei Saitentypen oder Saitenstärken, eine für die Längs- die andere für die Quersaiten. Oftmals wird längs eine Polyestersaite, aufgrund der guten Haltbarkeit und Quer eine multifilamente Saite, aufgrund der guten Spieleigenschaften, gewählt. Dies variiert jedoch von Spieler zu Spieler.

Sweetspot: ist der Punkt der Schlagfläche, der den größte Energiewiedergabe und die geringste Aufprallvibration vermittelt. Wird auch als „optimaler Treffpunkt“ auf der Schlagfläche bezeichnet.


Welche Eigenschaften muss ich bei der Schlägerwahl beachten?

21 04 2010

Gewicht und Balance:
Diese zwei Faktoren spielen eine wichtige Rolle dabei, wie sich ein Tennisschläger generell anfühlt, wenn man ihn in der Hand hält oder ihn schwingt. Das Grundprinzip ist jedoch: ein schwereres Racket bietet mehr Power, ist stabiler und hat geringere Vibration als ein leichter Schläger. Ein leichterer Schläger ist hingegen einfacher zu handhaben, dadurch ist der Spieler in der Lage schneller zu schwingen. Seit den 1990 ist hier die Wilson „Hammer-Technologie“ zu erwähnen. Diese reduzierte zwar das Schlägergewicht generell, sorgte jedoch für eine kopflastige Balance. Die geniale Idee war, das Gewicht generell reduzieren zu können, die Manövrierbarkeit beizubehalten und den Kopf zu beschweren.
Jeder Spieler muss also, je nach Einschätzung wissen, ob er einen leichteren oder einen schweren Schläger für sich bevorzugt. Daher bietet es sich an, die Vor- und Nachteile der verschiedenen Schläger und Balancepunkte noch einmal zu erläutern:

Schwere, grifflastige Schläger: diese Schläger werden von den Top-Spielern der ATP und WTA bevorzugt. Sie wiegen ab 300 g aufwärts und sind ein wenig grifflastiger. Generell bieten sie vor allem für Spieler Vorzüge die lediglich Kontrolle suchen und genug Kraft haben, um die Power in den Schlag zu bringen.

Leichte, kopflastige Schläger: Wie bereits erwähnt wurde diese Art des Schlägerbaus das erste Mal von Wilson fabriziert. Ein leichters, manövrierfähiges Racket, bei dem lediglich das Gewicht um Schläger nicht reduziert wird. Der Vorzug dieser Art von Schlägern, die mittlerweile auch schon von vielen anderen Firmen angeboten wird liegt auf der Hand: Ein Schläger der leicht handzuhaben ist ohne Power einzubüßen, vor allem bei den Grundschlägern. Über die Nachteile diskutieren viele der „Experten“ lebhaft; mehr Vibrationen und somit Belastung für Handgelenk, Ellbogen oder Schulter. Andere beschweren sich, dass sich der Schläger nicht mehr stabil anfühlt. Die Meinungen gehen auseinander. Man sollte jedoch stets bedenken, dass es immer möglich sein wird, Gewicht zum Schläger hinzuzufügen.

Kopfgröße:
Die Power in jedem Schlag ist direkt mit der Kopfgröße in Verbindung zu bringen – größere Schlagflächen bieten mehr, kleinere Schlagflächen weniger Power. Ein größerer Kopf bietet darüber hinaus eine größere Schlagfläche und somit einen größeren Sweetspot. Dies heißt also, dass der Schläger generell mehr verzeiht und dass auch ein wenig präziser Schlag noch das Feld trifft. Heute kann man Schläger zwischen 85 sq. in. (548 cm²) und 135 sq. in. (870 cm²) finden, die gängigsten Modelle liegen jedoch zwischen 612 cm² und 710 cm² Kopfgröße. Diese Schläger bieten den optimalen Kompromiss zwischen Power und Kontrolle für viele Spieler. Etwas genauer ausgeführt, kleinere Kopfgrößen sind vor allem für Spieler geeignet die Kontrolle suchen, währenddessen große Kopfgrößen für Anfänger oder Fortgeschrittene Spieler, die einen großen Sweetspot suchen/benötigen, empfehlenswert sind.

Länge:
Schläger sind in der Länge von 68,5 bis 73,66 cm erhältlich, dies ist das Turnierlimit. Die Standardschläger haben alle eine Länge von 68,5 cm. Ein längerer Schläger garantiert eine bessere Reichweite bei den Grundschlägern, eine bessere Hebelwirkung beim Aufschlag und generell ein wenig mehr Power als die Standardlängen. Die Umstellung von einem Standard auf einen langen Schläger erfolgt normalerweise ohne Probleme. Oftmals sind die langen Schläger ein wenig leichter, um weiterhin manövrierfähig zu bleiben.

Besaitungsbild:
Das Besaitungsbild beeinflusst die Racket Performance generell enorm. Beim Besaitungsbild spricht man zum einen vom offenen und vom geschlossenen Bild.
Ein offenes Saitenbild wird sich im Moment des Schlages mehr verformen als ein geschlossenes, hier spricht man auch vom Trampolin-Effekt. Die gleiche Saite fühlt sich bei gleicher Härte auf einem offenen Besaitungsbild nicht so fest an wie auf einem geschlossenen, bedingt durch die unterschiedliche Flächenhärte. Spieler die vor allem Spin suchen, werden von einem offeneren Saitenbild profitieren, da der Ball sich besser in die Saiten einbetten kann. Leider wird gleichzeitig die Haltbarkeit eingebüßt. Bei offenen Saitenbildern ist die Bewegungsfreiheit der Saiten größer, was die Abnutzung verstärkt und somit schneller zum reißen der Saite führt.
Ein geschlossenes Saitenbild wird sich hingegen beim Treffen des Balls nicht so sehr verformen, der Trampolin-Effekt ist also geringer. Die Spineigenschaften sind ebenfalls eingeschränkter, dafür ist die Haltbarkeit der Saiten auf dem Schläger größer, was viele hart schlagende Spieler anspricht.


Wie man den richtigen Schläger findet

20 04 2010

Wann immer man sich für einen neuen Tennisschläger entscheidet, die meisten aller Kunden haben bereits eine ungefähre Vorstellung von dem was sie suchen. Sie wollen aufrüsten, ein neues Modell erwerben. Hierbei suchen sie vielleicht mehr Kontrolle, mehr Power oder mehr Komfort – vielleicht auch von allem etwas. In nächster Zeit wollen wir hier im tw-gt Blog dazu beitragen, dass jeder seinen richtigen Schläger findet…

Doch trotzdem fällt vielen die Entscheidung nun schwer. Welcher Schläger ist der Richtige für mich? Wie finde ich durch das riesige Angebot durch? Oftmals ist man vielleicht nur durch einen Artikel in einer Fachzeitschrift oder auf einer Internetseite auf ein neues Modell aufmerksam geworden. Um die Verwirrung ein wenig aufzulösen, werden wir im Folgenden die grundlegenden Dinge rund um den Tennisschläger erklären. Vielleicht fällt es ja dann beim nächsten mal etwas leichter, ein neues, passendes Modell zu finden.

Schlägerkategorien:

Katergorie 1: Spielerschläger
Diese Art von Schlägern wird von den Profis und sehr guten Club- und Turnierspielern bevorzugt. Alle Rahmen dieser Kategorie sind meist schwerer (300 g aufwärts), haben kleinere Kopfgrößen (zwischen 85 und 98 sq. in.), haben schmälere und flexible Rahmen und ausgewogen bis grifflastig. Man kann auch vom Wenig-Power Racket sprechen. Denn die Zielgruppe wünscht sich einen Schläger, der vor allem Kontrolle bietet, währenddessen die gesamte Power vom Spieler selbst kommt.

Kategorie 2: Allrounder
In dieser Kategorie finden sich viele Schläger zwischen Spieler- und Komfortschlägern wieder. Sie sind oftmals etwas leichter (unter 300g ), mit einem Balancepunkt von Griff- bis Kopflastig, haben eine Midplus-Kopfgröße (zwischen 95 und 102 sq. in.). Sie bieten dem Spieler mittel-wenig bis mittel-viel Power. Geeignet sind sie für fortgeschrittene Anfänger, welche vor allem Handling suchen.

Kategorie 3: Powerschläger
Diese Schläger orientieren sich einzig und allein an der Power, die sie bieten. Zumeist haben diese Schläger eine Oversize Kopfgröße (107-135 sq. in.), sind oftmals leichter (unter 280g), etwas länger (über 68,5cm), steifer im Rahmen oder kopflastig. So sollen sie genug Power in der Schlagfläche garantieren. Diese Art von Schlägern kommt vor allem Spielern, mit kürzerer und langsamerer Schwungbewegung zu Gute.


Die neue Supersaite von Babolat

4 04 2010

Was sagen Stars wie Tsonga, Roddick oder Nadal zu der neuen RPM Blast?

Babolat Stars zur RPM Blast